Skrei, Kabeljau, Dorsch, Cod und dazu lecker Kaitui!

Dorsch, Kabeljau, Skrai, Cod

Der Weinblogger in Saßnitz 19.08.2011 auf der MS Jan Cux – zum Angeln

Vor einigen Monaten habe ich ja hier im Blogg über den Skrei, den Winterkabeljau berichtet und wie lecker der zum Markus Schneider Kaitui passt. Nun verbrachte ich ein paar Tage Urlaub auf Rügen an der schönen Ostsee und heuerte auf der MS JAN CUX zum Angeln an. Die Aktion startete ziemlich spontan und trotz Fischereischein und Angellizenz hatte ich keine einzige Angel dabei, geschweige denn eine Angel zum Pilken.

Wir mussten um 06:00 in der Früh vor Ort sein. Für 55€ gab es einen 9-Stunden Törn, Frühstück (belegte Brote, Kaffee) und Mittagessen (lecker Schweinebraten, Rotkohl & Kartoffeln).  Ich habe mir ja angewöhnt immer zu viel zum Angeln mitzunehmen, also Kühlbox, Filetiermesser, Messer überhaupt, Knüppel, Tüten etc… dieses Mal hatte ich nicht außer meinem Black Tac Knife von Walther nichts dabei. Ich hatte noch nicht mal Wetterfeste Hosen an was sich nachher mehrfach als Fehler erwies… 😉

Nach einer ca. 1 Std. Fahr entlang der schönen Kreidefelsen Rügens hielten wir bei mittlerem Seegang zum Ersten mal. Sofort wurden die „Leihangeln“ ausgeworfen. Ich hätte so eine Angel ja sofort weggeschmissen, so verschlissen war die Rolle, Schnur, Vorfach, Haken etc… ich dachte mir – damit fängst du gar nix – aber egal eigentlich hast du ja Urlaub und bist mit einem Kumpel zum Spaß hier. Der wiederum hat im Leben bisher einmal geangelt…

Beim 2ten Stopp bog sich seine Rute und er fing einen schönen dem Maß entsprechenden Hornhecht. Kurz darauf der erste Dorsch – wieder mein Mit-Matrose – ich war schon am Verzweifeln und schlug vor die Angeln zu tauschen – Bam bei ihm der nächste Skrai an der Angel. Ich ging erst mal unter Deck und trank ein Becks.

Wohl gestärkt und mit der erneuten Erkenntnis – ist doch alles nur Spaß – machte ich mich mit meiner „Krüppelangel“ ans Werk und dann ging es los: EIN RIESEN DORSCH, SKREI, KABELJAU nach dem anderen… es war zum verrückt werden. Im Frühjahr schreibe ich noch drüber und jetzt liegen die dicken Skrai’s direkt vor meinen Füssen. Besonders erheiternd waren die Augen der Mit-Angler die mit ihrem Profiequipment und Ausrüstung weniger fingen als wir. Kurz vor dem Mittag erwischte uns dann eine Welle und wir waren von oben bis unten Patsch nass.

Am Nachmittag fingen wir weitere 8 riesen Dorsche so dass wir am Ende des Tages 19 Dorsche mit mindestens 50cm (der größte 116cm) und einen Hornhecht gefangen hatten. Wobei man dazu sagen muss, dass wir viele Dorsche wieder in die Ostsee entlassen haben, da diese entweder zu klein oder wir nicht mehr wussten wohin damit…. Auf dem Rückweg habe ich mit dann von den Mitanglern ein paar Tüten und ein Filetiermesser geliehen und die Skari’s gleich ausgenommen und filetiert. So kam ich auf 38!!! Filets vom Kabeljau. Ab Abend gab es gleich einige davon vom Grill mit lecker Kaitui zum Glück hatte ich eine Flasche dabei!

Resultat: Ein gelungener Angeltag – meine beste Fangquote ever!! und das auf so nem Touri-Angelboot. Eines steht fest – bin ich wieder an der See – geh ich auf so nen Kutter!

Euer Weinblogger.de

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Skrei der Winterkabeljau zu Markus Schneider Wein Kaitui Sauvignon Blanc


Ich habe am Wochenende einen Ostsee-Skrei bei meinem Fischhändler entdeckt und ihn gleich zu Markus Schneider’s Kaitui Sauvignon Blanc 2010 verpeist.

Der Fisch war so gut, da musste ich mich informieren was der Skrei eigentlich ist. Hier eine kleine Zusammenfassung.

Während der Wintermonate Januar bis April fangen die norwegischen Fischer den Skrei. Dieser gilt wegen seines festen Fleisches als wahre Delikatesse (kann ich nur zustimmen). Seine Reise beginnt im Eismeer der Barentsee. Von hier macht er sich auf die Reise in die südlichen Gewässer der Lofoten. Die Norweder nennen den Skrai auch Wanderer. Rund um die Lofoten findet er optimale Laichbedingungen. Der Golfstrom erwärmt hier das Wasser und lässt die Jungtiere mit der Strömung in die arktische und nährstofffreiche Barentsee ziehen.

Mit fünf bis sieben Jahren kehrt er dann zurück an die romantische und wilde Inselgruppe der Lofoten. Hier dient er seit Menschengedenken als Lebensgrundlage der Fischer und Inselbewohner.

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Weingut Markus Schneider im Interview mit dem WeinBlogger

Ein Interview vom 28.02.2011
WeinBlogger.de „Viel wurde vorab über 2010 hoch und runtergeredet. Wie sind Sie mit den vegetativen Veränderungen im Herbst 2010 umgegangen – ?

Markus Schneider: „Wie immer in Deutschland wird zu viel geredet – vor, während und nach der Ernte“.

-Die Bewirtschaftung im Weinberg haben wir dem Jahr angepasst und viel früher unsere Einsaaten eingebracht, um das Regenwasser so über die Pflanzungen aufzunehmen, das Entblättern der Traubenzone noch intensiver betrieben, um so die maximale Sonneneinstrahlung auf die Trauben zu bekommen. Wir haben die Laubwand noch etwas höher wachsen lassen, als sowieso schon üblich, um auch hier den maximalen Effekt (Zuckerproduktion) zu bekommen. Die Lese haben wir so akribisch und genau geplant wie noch nie, auch habe ich meinen Leseplan noch nie sooft komplett über den Haufen geworfen, wie in diesem Jahr. Jeder Weinberg, jede Rebsorte haben wir genau beobachtet und so spät als möglich kerngesund geerntet.

-Vor der Pressung haben wir, wie in den vergangenen Jahren auch, mit langen Standzeiten gearbeitet.

-Im Keller haben wir ausnahmslos alle Chardonnay, Grauburgunder und Weißburgunder Partien simultan mit der Hefe und mit Milchsäure Bakterien geimpft und damit so schon zu Beginn der Gärung den BSA eingeleitet. Bei Riesling und Sauvignon Blanc haben wir uns dafür einzelne Fässer ausgesucht – mit beeindruckenden Ergebnissen!
Wir konnten dadurch fast komplett auf eine Entsäuerung nach der Gärung verzichten und haben harmonische, ausdrucksstarke Einzelpartien bekommen.

WeinBlogger.de Konnten Sie dadurch die Qualitäten steigern und ggf. Mengen retten?

Markus Schneider: „Ja, wir haben damit unser gesamtes Ergebnis enorm verbessert.
Eigentlich ganz ohne „Hokuspokus“, nur eben mit Handgriffen und Schritten, die man als Winzer verinnerlicht hat und von Jahrgang zu Jahrgang unterschiedlich einsetzt oder eben nicht“.

WeinBlogger.de Wie ist Ihr Gesamteindruck der von Ihnen nun abgefüllten Qualitäten?

Markus Schneider: „Für mich ist Stand heute, der 2010er Jahrgang im Bereich Weißwein, mit das Beste was ich bisher produziert habe“.

WeinBlogger.de Welcher Weisswein ist Ihnen besonders gut gelungen und warum?

Markus Schneider: „Ganz schwierig hier einen Kandidaten zu benennen, Weiß- und Grauburgunder sind sicherlich für die Voraussetzungen außergewöhnlich gut.
Der Sauvignon Blanc ist mit der Fülle von Fruchtaromen beeindruckend. Das Jahr 2010 mit seinen ganzen Widrigkeiten, war für diese Rebsorte perfekt“!

Gruß Markus Schneider

Die ersten Weine von Markus Schneider aus dem Jahrgang 2010 finden Sie bei Belvini.de

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